Aktuelles aus dem Bernstein Netzwerk. Hier finden Sie die neuesten Nachrichten unserer Forscher:innen im Hinblick auf aktuelle Forschungsergebnisse, neue Forschungsprojekte und -initiativen sowie Auszeichnungen und Preise.
Neurowissenschaftler Dr. Yangfan Peng leitet neue Emmy Noether-Gruppe
Wie kommunizieren benachbarte Nervenzellen in der Hirnrinde miteinander, während wir uns bewegen? Dieser Frage geht Dr. Yangfan Peng jetzt in seiner Emmy Noether-Nachwuchsgruppe an der Charité – Universitätsmedizin Berlin nach. Sein Ziel ist es, grundlegende Struktur-Funktions-Prinzipien neuronaler Netzwerke zu etablieren, um das Verständnis von Bewegungssteuerung zu vertiefen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Wissenschaftler zunächst für drei Jahre mit 1,25 Millionen Euro und stellt, nach erfolgreicher Zwischenevaluation, eine Anschlussförderung über weitere drei Jahre mit rund 945.000 Euro in Aussicht.
Resilienzforschung: Gehirn passt sich aktiv an Stress an – besondere Rolle von Sehzentrum und Vorderhirn aufgezeigt
Nach einem belastenden Ereignis entwickeln einige Menschen eine stressbedingte Störung. Andere zeigen sich hingegen widerstandsfähiger. Dass diese sogenannte Resilienz kein starrer Grundzustand ist, sondern aktiven Veränderungen im Gehirn unterliegt, unterstreicht eine gemeinsame Studie des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung (LIR), der Universitätsmedizin Halle und der Universität Münster. Die Untersuchungen an Menschen und Mäusen machten dabei erstmals die besondere Rolle des Sehzentrums deutlich und legen nahe, dass Resilienz mit einer verbesserten Verarbeitung visueller Informationen einhergeht. Sie scheint auch trainierbar zu sein. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Science Partner Journal Research veröffentlicht.
Klaus Tschira Boost Fund für Roxana Zeraati
• Forschungsförderung für Untersuchung von Entscheidungsfindung in sich verändernden Umgebungen
• Realitätsnahe Szenarien mithilfe spielbasierter Aufgaben
• Mögliche Relevanz für dysfunktionale Entscheidungsfindung
Umwelt, Darm und Parkinson: Bonn und Augsburg starten gemeinsames Forschungsprojekt
Warum erkranken manche Menschen an Parkinson, während andere trotz ähnlicher Voraussetzungen gesund bleiben? Ein neues gemeinsames Forschungsprojekt des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn zusammen mit der Universität Augsburg geht dieser Frage mit einem ungewöhnlichen Ansatz nach: dem sogenannten Exposom, also der Gesamtheit aller Umweltfaktoren, denen ein Mensch im Laufe seines Lebens ausgesetzt ist – von Ernährung über Umweltchemikalien bis hin zu Mikroplastik. Das Projekt „ExPres-RBD“ wird von der Walter und Ilse Rose-Stiftung mit über 400.000 Euro gefördert und untersucht erstmals systematisch, wie Umweltfaktoren und biologische Prozesse im Körper zusammenwirken und möglicherweise zur Entstehung von Parkinson beitragen können.
Wie Stress das Navigationssystem des Gehirns stört
Unter Stress können sich Menschen schlechter räumlich orientieren. Warum das so ist, haben Bochumer Forschende herausgefunden.
Wie Nachbilder erklären, warum wir unsere Umwelt stabil wahrnehmen
Forschungsteam am Exzellenzcluster Science of Intelligence (SCIoI) untersucht, wie das Gehirn trotz der ruckartigen Bewegungen unserer Augen ein stabiles Bild erzeugt. Dafür nutzen sie Nachbilder als experimentelles Werkzeug.
Haben ChatGPT und das menschliche Gehirn etwas gemeinsam?
Neuronale Netzwerke sind das Kernthema von Alexander van Meegen. Seit Februar forscht er dazu als Juniorprofessor an der RWTH Aachen.
Vertrautheit beeinflusst die Kommunikation von Zebrafinken
Unterschiede in der neuronalen Reaktion auf Rufe fremder und vertrauter Artgenossen formen Kommunikationsmuster von Zebrafinken.
Wie soziale Erfahrungen das Verhalten prägen
In einer Deutsch-US-amerikanischen Kooperation unter Beteiligung des European Neuroscience Institute Göttingen (ENI-G) haben Forschende gezeigt, dass Fruchtfliegen ihr Sozialverhalten anpassen und aus diesen Erfahrungen lernen können. Diese grundlegenden Mechanismen sozialer Informationsverarbeitung sind auch für das Verständnis psychischer Erkrankungen von Bedeutung. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Current Biology veröffentlicht. Ein auf diesen Erkenntnissen aufbauendes Folgeprojekt wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung mit mehr als 400.000 Euro für zwei Jahre gefördert.
Wie Mäuse sehen: Neu entdeckte Nervenzellen erkennen mehr als Kanten
Forschungsteam findet mithilfe von „digitalen Zwillingen“ bislang unbekannte Arbeitsteilung im Mausgehirn.
















